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Die Seiser Alm
Die Seiser Alm (oder Seiser Alpe) ist ein Landschafts-Juwel. In dieser Beschreibung wollen wir nur ganz sachlich die speziellen Merkmale dieses Gebietes hervorheben, ohne Lobgesänge über deren einzigartigen Schönheit, für die die Fotografien genügen. Wir erinnern nur an die schöne Bergflora, die Bergwälder, reich an Fichten, Lärchen und Zirben, die Bestände von Gemsen und Murmeltieren im Plattkofel-, Schlern- und Roßzähnegebiet, die zahlreichen Singvögel, die typischen und zum Teil sehr alten Schwaighütten und Heudillen, die vielen kleinen Rinnsale und die saubere Umgebung.

Die Seiser Alm hat eine Gesamtfläche von 56 qkm. Sie ist damit die größte geschlossene Alm unseres Landes und sicher eine der größten des gesamten Alpengebietes. Die durchschnittliche Höhenlage der Alm liegt bei 1.850 Metern, mit Extremen zwischen 1.700 und 2.300 Metern. Die Alm wird nach Südosten vom Langkofel und Plattkofel umgeben, ferner von Fassa Joch und gleich dahinter vom Molignon, der bereits zur Rosengartengruppe gehört. Westlich davon erheben sich die brüchigen Roßzähne, die Roterdspitze, die Schlern-Hochfläche und schließlich die beiden Dolomittürme Euringer und Santner. Auf der nördlichen Seite bilden der hoch aufragende Puflatsch, der Piz Berg und die Hartl-Alm die Abgrenzung der Seiser Alpe zum tief eingeschnittenen Grödner Tal.

Die Seiser Alm gehört seit jeher zur Gemeinde Kastelruth. Die nächst gelegenen Nachbarn sind St. Ulrich und St. Christina in Gröden, Völs am Schlern und Campitello im oberen Fassatal, das bereits zur Provinz Trient zählt. Von der Gesamtfläche der Seiser Alm sind nahezu zwei Drittel Mähwiesen und Weiden und ein Drittel Bergwald. Die meisten Wiesen, etwa 400, werden auch heute noch gemäht, mit einem Schnitt ab Ende Juli. Auf diesen befindet sich meistens eine Kochhütte, jetzt vielfach auch zum Wohnen geeignet, und ein kleiner Heustadel (Dille). Weiterhin existieren etwa 60 noch in Betrieb befindliche Schwaigen, auf denen eine intensive Almwirtschaft betrieben wird, mit Frühlings- und Herbstweide. In diesen wird täglich die Milch von etwa einem Dutzend Kühen gemolken, deshalb sind die Gebäude der Schwaige, Hütte und Dille größer als bei Almwiesen.